KI verändert alles?
Ich bin immer wieder fasziniert davon, wie schnell die digitale Welt sich verändert – und als jemand, der selbst täglich mit Online-Inhalten zu tun hat, merke ich, meine Kunden und auch bei meinen Freunden und Bekannten, das besonders bei der Suche nach Informationen.
Früher war Google unser erster Anlaufpunkt, aber das ändert sich rasant. Bis 2026 wird sich die Art und Weise, wie wir Wissen finden, grundlegend wandeln. Immer mehr Menschen wenden sich heute schon an KI-Assistenten wie ChatGPT oder suchen direkt in sozialen Netzwerken. Das führt zu einem Phänomen namens Zero-Click-Suche, bei dem Nutzer die Antwort direkt auf der Ergebnisseite bekommen, ohne weiterzuklicken. Diese Entwicklung ist nicht nur eine Modeerscheinung, sondern wird durch KI massiv beschleunigt.
Lassen wir ein paar Fakten sprechen: Laut einer Studie von Pew Research aus 2025 sehen bereits 58 % der US-Webnutzer AI-Zusammenfassungen in ihren Google-Suchen, und das führt dazu, dass rund 60 % der Suchen ohne einen einzigen Klick enden. Das ist ein Anstieg von 27,2 % Zero-Click-Suchen in den USA im März 2025 im Vergleich zu 24,4 % im Vorjahr. Für Content-Ersteller bedeutet das: Weniger Traffic auf den Seiten, weil die KI die Infos schon vorab zusammenfasst. Aber das ist auch eine Chance – durch smarte Optimierung können diese Probleme angegangen werden und die Inhalte direkt dort sichtbar gemacht werden.
Aus meiner Sicht entstehen dadurch ganz neue Regeln im Spiel. Hier kommt GEO ins Spiel, also Generative Engine Optimization. Das ist der neue Standard: Inhalte müssen so gestaltet werden, dass KI-Systeme sie nicht nur verstehen, sondern auch empfehlen können. GEO ist quasi die Optimierung für AI-gestützte Suchmaschinen, bei der die Webseiten-Inhalte entsprechend angepasst werden, um in generativen Antworten wie denen von ChatGPT oder Google AI Overviews aufzutauchen.
Es geht um flexible Frameworks, die die Sichtbarkeit in geschlossenen AI-Systemen boosten, wie es in einer arXiv-Studie beschrieben wird. Ergänzt wird das durch AIO, AI Optimization, das das klassische SEO aufpeppt.
AIO ist die Evolution: Statt nur für Rankings zu optimieren, liegt die Fokussierung darauf, wie Large Language Models (LLMs) die Inhalte interpretieren und als Quelle nutzen. AIO nutzt AI-Tools, um Content zu erstellen und zu strukturieren, der sowohl Menschen als auch Maschinen anspricht – und das ist entscheidend, da LLMs bis 2028 voraussichtlich 75 % des Such-Revenues übernehmen könnten.
Was mich persönlich am meisten überzeugt: Am Ende zählt wirklich die Qualität. Oberflächliche Tricks, wie Keyword-Stuffing, funktionieren in einer KI-Welt nicht mehr langfristig. Nur Inhalte, die echten Mehrwert bieten – sei es durch tiefe Insights, praktische Tipps oder emotionale Ansprache – bleiben sichtbar. OpenAI-Recherchen zeigen, dass AI-Suche bereits der primäre Use-Case für ChatGPT ist, und bis Mitte 2026 erwartet man eine Massenadoption. Zwei Drittel der Konsumenten glauben sogar, dass AI die traditionelle Suche in den nächsten fünf Jahren ersetzt.
Trotzdem bleibt bezahlte Werbung ein wichtiger Pfeiler, aber sie wird intelligenter. AI macht Ads personalisierter und effektiver, und es ist nur eine Frage der Zeit, bis Tools wie ChatGPT durch Werbung mitfinanziert werden. OpenAI plant bereits Monetarisierung für kostenlose User ab 2026, inklusive Ad-Produkten, und sucht sogar einen Advertising-Lead, um das umzusetzen. AI-getriebene Ad-Formate wachsen mit über 120 % jährlich, was ein riesiges Potenzial birgt. Aus meiner Erfahrung: Wer jetzt in smarte, AI-optimierte Inhalte und später Kampagnen investiert, wird vorne mitspielen.
