Seit dem 12. Jahrhundert gibt es in Europa die ersten Familiennamen. Um Erbansprüche geltend zu machen, trägt der Adel den Familiennamen bereits seit 1037.

Um 1300 kam aus Italien, Frankreich und der Schweiz der Trend, sich selbst von vornherein einen festen Nachnamen zum Vornamen zu geben.

Ab dem 15. Jahrhundert war der Familiennamen immer häufiger auch im deutschsprachigen Raum anzutreffen, aber bei weitem noch nicht flächendeckend und konnte bei Umzug, Berufswechsel oder Heirat gewechselt werden.

Ab 1600 wird die Führung eines Nach- oder Familiennamens und bei Ehepaaren die Führung eines gemeinsamen Ehenamens gesetzlich vorgeschrieben.

Seit 1976 müssen sich Paare bei der Hochzeit nicht mehr zwangsläufig auf den Familiennamen des Mannes festlegen.

Früher sollten Namen vor allem eine sprachliche Individualisierung und eine Klassifizierung von Personen ermöglichen, sie gaben Auskunft über das Geschlecht, die Zugehörigkeit zu einer Familie oder auch zu einer Gruppe wie Bürgertum und Adel.
Die früheren Funktionen erfüllen heute die steuerliche Identifikationsnummer, die inzwischen jeder Bürger bei Geburt erhält, oder die Rentenversicherungsnummer.

Der Name Schlichtegroll entwickelte sich aus dem Namen Schlichtkrull, der 1353 das erste Mal schriftlich festgehalten wurde. Die Nachkommen von Heinrich Schlichtkrull nannten sich Schlichtegroll – den kompletten Stammbaum finden Sie hier: https://stammbaum.schlichtegroll.de